Leonhardstein am Tegernsee
Schon vom Tal fällt seine felsige Spitze auf: Der Leonhardstein bei Kreuth ist zwar niedriger als viele Nachbargipfel, bietet dafür aber einen überraschend alpinen Schlussanstieg und ein beeindruckendes Panorama über die Tegernseer Berge.
Klein in der Höhe – groß im Charakter
Der Leonhardstein liegt unmittelbar über Kreuth und erreicht eine Höhe von 1.452 Metern. Seine felsige Gipfelstruktur hebt ihn deutlich von den bewaldeten Bergrücken der Umgebung ab.
Gerade deshalb sollte man die Tour nicht allein nach der Gipfelhöhe beurteilen. Der größte Teil des Aufstiegs ist eine vergleichsweise normale Bergwanderung durch Waldgelände.
Im letzten Abschnitt ändert sich der Charakter jedoch deutlich: Der Weg wird steil und felsig, stellenweise werden auch die Hände zur Unterstützung gebraucht.
Die wichtigsten Tourendaten
1.452 m
Markanter Felsgipfel unmittelbar oberhalb von Kreuth.
8,0 km
Die offizielle Tour startet in der Kreuther Ortsmitte.
ca. 4 Std.
Je nach Tempo und Gipfelpause entsprechend länger einplanen.
Mittel
Der Schlussanstieg ist deutlich anspruchsvoller als der Zustieg.
Die Schwierigkeit steckt in den letzten Metern
Beim Leonhardstein unterscheiden sich Zustieg und Gipfelanstieg deutlich voneinander.
Die ersten Abschnitte verlaufen überwiegend auf Waldwegen und schmaleren Bergpfaden. Wer nur diesen Teil betrachtet, könnte die Tour leicht unterschätzen.
Unterhalb des Gipfels beginnt ein steiler, felsiger Steig. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich.
An einzelnen Stellen kann es sinnvoll sein, die Hände zur Unterstützung einzusetzen. Bei Nässe wird dieser Abschnitt zusätzlich anspruchsvoller.
So verändert sich die Tour
Oben wird es plötzlich richtig alpin
Der Gipfelbereich unterscheidet den Leonhardstein von vielen anderen mittelschweren Touren der Region.
In etwa 40 Minuten werden im steilen Schlussanstieg rund 270 Höhenmeter überwunden. Der Weg führt dabei durch schrofiges und felsiges Gelände.
Oben angekommen steht man auf einem vergleichsweise kleinen, exponierten Gipfelbereich mit Gipfelkreuz und freiem Blick in viele Richtungen.
Von Kreuth auf den Leonhardstein
Ausgangspunkt der klassischen Tour ist Kreuth. Schon aus dem Ort ist der auffällige Felsgipfel gut zu erkennen.
Zunächst geht es über Wege am Ortsrand und anschließend durch Waldgelände bergauf. Teile des Weges verlaufen auf schmalen, von Wurzeln durchzogenen Pfaden.
Nach dem vergleichsweise gemäßigten Zustieg erreicht man die Abzweigung zum eigentlichen Gipfelanstieg.
Ab hier wird die Tour steil. Der Rückweg erfolgt bei der klassischen Variante auf demselben Weg.
Tourenverlauf
Der Gipfelsteig verlangt Aufmerksamkeit
Der Leonhardstein ist keine Klettertour, aber der obere Bereich geht deutlich über einen normalen Wanderweg hinaus.
Sicher auftreten
Fels, Wurzeln und steiles Gelände verlangen kontrolliertes Gehen.
Exponierter Gipfel
Wer Probleme mit ausgesetzten Stellen hat, sollte den Gipfelanstieg kritisch einschätzen.
Leichte Kraxelei
An einzelnen Stellen werden die Hände zur Unterstützung gebraucht.
Rutschiger
Felsen, Erde und Wurzeln werden bei feuchtem Wetter deutlich unangenehmer.
Rundumblick über die Kreuther Bergwelt
Seine exponierte Lage macht den Leonhardstein zu einem hervorragenden Aussichtspunkt.
Vom Gipfel reicht der Blick unter anderem in Richtung Hirschberg, Roß- und Buchstein, Risserkogel und Wallberg.
Bei klarer Fernsicht öffnet sich das Panorama noch deutlich weiter in die Alpen.
Besonders eindrucksvoll ist außerdem der Blick hinunter auf Kreuth, das unmittelbar unter dem Felsgipfel liegt.
Warum der Leonhardstein so anders aussieht
Der Leonhardstein fällt bereits aus dem Tal durch seinen markanten Felsaufbau auf. Die regionale Tourismusinformation beschreibt ihn als Überrest eines Korallenriffs aus längst vergangenen Erdzeitaltern.
Seine widerstandsfähigen Kalkgesteine prägen den steilen Gipfelaufbau und erklären, warum der Berg trotz seiner vergleichsweise geringen Höhe so markant aus der bewaldeten Umgebung herausragt.
Auf der klassischen Tour gibt es keine Hütte
Anders als bei Hirschberg oder Neureuth liegt direkt an der üblichen Leonhardstein-Tour keine bewirtschaftete Einkehr.
Selbst versorgen
Ausreichend Getränke und eine kleine Brotzeit gehören deshalb in den Rucksack.
Einkehr nach der Tour
Im Tal gibt es in Kreuth und der Umgebung verschiedene Möglichkeiten, den Wandertag ausklingen zu lassen.
Der Leonhardstein ist kein gewöhnlicher Familienwanderweg
Erfahrene Bergwanderer
Wer sich auf steilen, felsigen Bergwegen sicher bewegt, bekommt eine kompakte und abwechslungsreiche Gipfeltour.
Mit Kindern
Der Gipfelanstieg verlangt Trittsicherheit, Konzentration und sichere Begleitung.
Bei Höhenangst
Wer sich an steilen oder exponierten Stellen unwohl fühlt, sollte den Gipfelbereich meiden.
Anreise zum Leonhardstein
Kreuth
Die offizielle Tour beginnt in der Kreuther Ortsmitte.
Bus ab Tegernsee
Kreuth ist vom Bahnhof Tegernsee mit dem Regionalbus erreichbar.
Parken in Kreuth
Geeignete öffentliche Parkmöglichkeiten im Ort nutzen und aktuelle Beschilderung beachten.
Trockenes Wetter
Für den felsigen Gipfelanstieg sind trockene Bedingungen klar angenehmer.
Vier Dinge, die wirklich wichtig sind
Gute Bergschuhe
Im felsigen Schlussanstieg ist guter Halt besonders wichtig.
Trocken bevorzugen
Nasse Felsen und Wurzeln erhöhen den Anspruch erheblich.
Selbst mitnehmen
Auf der klassischen Route gibt es keine bewirtschaftete Hütte.
Gipfel ist kein Muss
Wer sich am steilen Schlussanstieg nicht sicher fühlt, sollte rechtzeitig umkehren.
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Alle Wanderungen →Häufige Fragen zum Leonhardstein
Wie hoch ist der Leonhardstein?
Wie lang ist die Wanderung?
Ist der Leonhardstein schwierig?
Muss man am Leonhardstein klettern?
Gibt es unterwegs eine Einkehr?
Ist der Leonhardstein bei Nässe empfehlenswert?
Beim Leonhardstein zählen nicht nur die Höhenmeter
Der relativ kurze Zustieg, der felsige Schlussanstieg und das freie Panorama machen den Leonhardstein zu einer der charaktervollsten Bergtouren rund um den Tegernsee.